Warum ist das Thema Mobile wichtig?

In den letzten Jahren hat die Bedeutung des Thema Mobile stark zugenommen. Es sind nicht mehr nur die sogenannten “Early Adaptors” (also diejenigen, die alles gleich ausprobieren, auf jeden Trend aufspringen und sich immer die neuesten Geräte zulegen), die das Smartphone und das Tablet in immer mehr Lebenslagen anwenden. Nein, mittlerweile nutzen über 30 Millionen Deutsche das mobile Internet, sowohl Jung als auch Alt, Männer wie Frauen, Enkel als auch Oma und Opa. Bereits jetzt werden erfolgen über 10% aller Internetzugriffe über mobile Endgeräte – Tendenz stark steigend. Über 70 Prozent erwarten dabei, das Websites, die sie mit ihrem Smartphone besuchen, genauso leicht zugänglich sind wie vom Desktop PC gewöhnt. Doch das ist nicht selbstverständlich, denn dabei sind einige Faktoren zu beachten.

Was ist bei dem Thema Mobile besonders?

Man sollte also die immer größer werdende Masse der mobilen Nutzer nicht ignorieren, muss dabei aber mehrere Besonderheiten beachten.

Kleinere Auflösungen

Auch wenn die Bildschirmfläche von Smartphones immer mehr wächst, ist die Bildschirmgröße im Vergleich zu klassischen Monitoren sehr klein. Das erfordert eine andere Darstellung von Inhalten.

Andere Bedienkonzepte

Mobile Endgeräte werden meist mit Fingern bedient. Das ist sehr intuitiv, erfordert aber beispielsweise eine Anpassung von Funktionselementen, da die Bedienung mit einem Finger wesentlich ungenauer ist als die mit den Präzisionswerkzeugen Maus und Tastatur. Außerdem werden systembedingt klassische Bedienmethoden wie Rechtsklick oder Doppelklick nicht unterstützt, dafür sind neue Bedienmetaphern möglich, beispielsweise das verbreitete “swipen”, also ein “Wischen” in Bildergalerien oder ähnlichen.

Niedrige Bandbreiten

Sowohl die Übertragungsqualität als auch die verfügbaren Bandbreiten von mobilen Internetanbindungen sind aktuell sehr unterschiedlich. Während in Großstädten der neueste Mobilfunkstandard LTE immer häufiger verfügbar ist, ist in vielen Regionen das Mobilfunknetz nur sehr gering ausgebaut und ermöglicht nur geringe Bandbreiten. Dazu kommt, dass viele Datentarife gedrosselt sind, dem Nutzer eine schnelle Internetanbindung also nur für eine gewisse Datenmenge zur Verfügung steht. So lange sich an dieser Situation nichts ändert ist es erforderlich, dass mobile Inhalte auf niedrige Bandbreiten optimiert werden.

Heterogene Systemlandschaften

Das Thema Mobile ist von einer großen Heterogenität geprägt. Zum einen gibt es zahlreiche Anbieter von Hard- und Software der Endgeräte. Diese große Auswahl ist gut für den Endkunden, hat aber gleichzeitig zur Folge, dass man viele Konstellationen mit beachten muss. Denn auch wenn sich die Geräte optisch sehr ähneln, unterscheiden sich die Systeme der großen Anbieter doch sehr stark. Mit dem Betriebssystem iOS sowie dem iPhone und dem iPad hat Apple neue Maßstäbe gesetzt, doch mittlerweile gibt es eine starke Konkurrenz. Google setzt für Smartphones und Tablets auf das eigene Betriebssystem Android und eigenen Hardware, zusätzlich wird die Plattform durch viele andere Anbieter wie Samsung, LG oder Sony unterstützt. Microsoft setzt für Smartphones und Tablets auf die unterschiedlichen Betriebssysteme Windows Phone und Windows 8, hat mittlerweile sowohl Teile von Motorola als auch Nokia aufgekauft, zusätzlich werden die Systeme auch von anderen Hardwareanbietern wie Asus oder LG genutzt. Eine mittlerweile nur noch untergeordnete Rolle spielt das kanadische Unternehmen Blackberry, doch im Unternehmenskontext werden auch diese Geräte gerne eingesetzt.

Diese Heterogenität setzt sich auch bei den Apps durch, je nach Platform werden unterschiedliche Technologien für die Programmierung genutzt, des Weiteren unterscheiden sich auch die Distributionskanäle.

Unterschiedliche Distributionswege

Ähnlich wie von der PC-Welt gewohnt stehen zwei Wege zu Verfügung, wie Inhalte verbreitet werden können. Als App direkt auf den Gerät oder als mobile Internetlösung über den Browser des Smartphone oder Tablets. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile. Während beispielsweise Mobile Webangebote mit wesentlich weniger Aufwand erstellbar sind, bieten Apps mehr Möglichkeiten hinsichtlich Komplexität, Funktionalität und Darstellung.

Neue technische Möglichkeiten

Smartphones bieten unglaubliche technische Möglichkeiten, neben einer hohen Rechenleistung gehören selbst bei Einsteigergeräte Funktionen wie Kompass, Kamera oder GPS zum Standard. Dadurch etablieren sich ganz neue Möglichkeiten von Kommunikation und Services. Ein Beispiel sind sogenannte Location Based Sevices, die sich auf den jeweils aktuellen Standort des Nutzers beziehen.

Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch?

Wie man sieht gibt es viel zu beachten, auf Grund der beschriebenen Unterschiede sind die Aufwände für die Erstellung von Inhalten mitunter sehr hoch. Doch gleichzeitig gibt es verschiedene Möglichkeiten, Synergieeffekte zu nutzen. In der Erstellung von Webinhalten findet beispielsweise der Responsive Design Ansatz eine immer größere Verbreitung. Dabei werden für die klassische Website und eine mobiloptimierte Version die gleiche Basis und die gleichen Inhalte verwendet, diese aber an das jeweilige Medium angepasst. Im Bereich der Produktion von Apps gibt es Ansätze der Cross Plattform Implementierung, die sich zwar nicht für jeden Einsatzzweck eignet, aber auch zu einer Senkung der Kosten führen kann. Doch trotz allem gilt, auch wenn man sich dem Thema Mobile nicht verschließen sollte, ist es durchaus komplex und Bedarf einer sinnvollen Mobilen Strategie. In unserem Anbieterverzeichnis finden Sie den geeigneten Dienstleister, der Sie auf diesem Weg begleitet.

Für tiefergehende Informationen haben wir Ihnen Dokumente zusammengestellt, die Ihnen den weiteren Einstieg in das Thema Mobile erleichtern. Und sollten Sie dabei über Ihnen unbekannte Fachbegriffe stolpern, hilft Ihnen unser Mobiles Glossar.


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